École d’été : Romanistische Linguistik im Zeitalter der Digital Humanities: generative und kognitive Theorien/Germany

École d’été : Romanistische Linguistik im Zeitalter der Digital Humanities: generative und kognitive Theorien/Germany

http://www.romanistik.uni-muenchen.de/forschung/konferenzprojekte/sommerschule2018/index.html

4. bis 7. September 2018
Ludwig-Maximilians-Universität München

Vom 4. bis 7. September 2018 veranstaltet das Institut für Romanische Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München in Kooperation mit der Universität Wien die vierte linguistische Sommerschule des DRV, diesmal zu dem Thema „Romanistische Linguistik im Zeitalter der Digital Humanities: generative und kognitive Theorien“. Im Zentrum stehen die beiden großen aktuellen linguistischen Theorien: die generative (vgl. u.a. Chomsky 1957, Pollock 1989, Rizzi 1997) und die kognitive Linguistik (vgl. u.a. Lakoff/Johnson 1980, Fillmore/Kay/O’Connor 1988, Langacker 1987). Es werden Möglichkeiten und Einschränkungen der beiden Ansätze diskutiert, Gemeinsamkeiten und Unterschiede überprüft, um zu ermitteln, inwiefern kognitive und generative Ansätze miteinander kombinierbar sind. Zentral ist hierbei auch die Frage nach der Operationalisierbarkeit der beiden Theorien im Zeitalter der Digital Humanities. Es ist nämlich bislang noch nicht hinreichend geklärt, welche Auswirkungen die technologischen Neuerungen im Kontext der beiden Theorien auf das Design empirischer Forschung haben können. Angesichts der Möglichkeiten, die moderne computergestützte Verfahren bieten, stehen LinguistInnen nun auch vor der Aufgabe, sich mit der wachsenden Bedeutung von digitalen Ressourcen auseinanderzusetzen, um unter anderem folgende Fragen beantworten zu können: Wie sollen wir mit den großen Mengen an Sprachdaten umgehen, die uns heute zur Verfügung stehen (größere Speicherkapazitäten, verbesserte Aufnahmemöglichkeiten, umfangreichere digitale Datenbanken, World Wide Web)? Welche neuen Möglichkeiten der Überprüfung von Hypothesen und (statistischen) Auswertung gibt es? Und welche Rückwirkungen ergeben sich dadurch auf die theoretische Modellierung?

Um diese Fragen gemeinsam mit den TeilnehmerInnen zu diskutieren, konnten folgende VertreterInnen der romanistischen Linguistik sowie einige SpezialistInnen, deren Forschungsschwerpunkte außerhalb der Romanistik liegen, gewonnen werden:

  • Dr. Giuliano Bocci (Universität Genf), Romanistik
  • Prof. Dr. Ulrich Detges (LMU München), Romanistik
  • Dr. phil. habil. Christoph Draxler, (LMU München), Phonetik und Sprachverarbeitung
  • Dr. Franziska Günther (LMU München), Anglistik
  • Prof. Dr. Martin Hilpert (Université de Neuchâtel), Anglistik
  • Prof. Dr. Georg Kaiser (Universität Konstanz), Romanistik
  • Prof. Dr. Thomas Krefeld (LMU München), Romanistik
  • Prof. Dr. Johannes Müller-Lancé (Universität Mannheim), Romanistik
  • Prof. Dr. Guido Seiler (LMU München), Germanistik
  • Prof. Dr. Elisabeth Stark (UZH Zürich), Romanistik
  • Prof. Dr. Pierre Swiggers (KU Leuven), Romanistik und vergleichende Sprachwissenschaft